Kenndaten über den Besuch von Kulturstätten und -events

Veröffentlicht auf 28.11.2016
Das Ministerium für Kultur und Kommunikation gibt jedes Jahr die Kennziffern und Statistiken über Kultur und Kommunikation heraus. In der Ausgabe 2016 findet man die Zahlen über den Besuch der Kulturstätten und -events.

Frankreich ist das führende Reiseziel der Welt, und fast die Hälfte der 84,5 Millionen ausländischen Touristen, die im Jahr 2015 Paris besucht haben, sagen, dass die Besichtigung von Kulturstätten ein Grund ihren Paris-Besuch war. 

Zwei Drittel der Museumsbesucher waren ausländische Touristen, und angesichts der internationalen Attraktivität von Paris zogen die Museen der Region Île-de-France (11 % der Musées de France) im Jahr 2014 59 % der Besucher an. 5 Museen vereinen 39 % aller Besucher auf sich:

  1. Musée du Louvre: 9,1 Millionen Besucher 
  2. Château Musée et Domaine de Versailles: 7,7 Millionen Besucher
  3. Centre Georges Pompidou: 3,5 Millionen Besucher
  4. Musée d’Orsay: 3,5 Millionen Besucher
  5. Musée de l’Armée: 1,5 Million Besucher

Im Jahr 2015 hat der Louvre seine Position als das meistbesuchte Museum der Welt mit 8,7 Millionen Besuchern gehalten, obwohl die Besucherzahl im Vergleich zu 2014 zurückgegangen ist.

Auch der Besuch der Nationaldenkmäler (9 200 000 Besucher im Jahr 2015) ist von dieser Konzentration betroffen, denn die 16 Nationaldenkmäler, die mehr als 100 000 Besucher registriert haben, vereinen 80 % der Besucher auf sich. Im Jahr 2015 war der Triumphbogen mit 1,77 Millionen Besuchern das meistbesuchte Nationaldenkmal, gefolgt vom Mont-Saint-Michel mit 1,27 Millionen Besuchern und der Sainte Chapelle mit 903 048 Besuchern (Quelle: CMN).

Die darstellende Kunst, also Musikfestivals oder Biennalen, sind sehr wichtig für die Wahl des Reiseziels. Sie tragen stark zur Verbesserung der Bekanntheit der Regionen bei, in den sie stattfinden. Marciac oder Bourges sind sehr gute Beispiele für den Sichtbarkeitsgewinn, den eine Stadt durch ein Festival internationaler Dimension erzielen kann. Die großen Denkmäler und Museen ziehen zahlreiche Touristen in die Städte, aber Kulturtourismus in Verbindung mit einem Festival beispielsweise ist für ländlichere Regionen ein sehr großer Attraktivitätsfaktor.

Live-Musik zum Beispiel ist sehr beliebt: Jeder sechste Franzose sagt, er gehe mindestens einmal im Jahr zu einem Konzert oder Festival (Quelle: Midem 2014). Die Dynamik Frankreichs in diesem Bereich zeigt sich an der Anzahl der Festivals für aktuelle Musik, also 1 885 Festivals in ganz Frankreich (Sacem- Barometer 2015 der Festivals für aktuelle Musik). Alle Musikgenres sind vertreten, was zeigt, wie breit die Vielfalt der Festivals in Frankreich ist. Die Festivals finden sowohl in großen Ballungsräumen als auch in Dörfern statt. 

 

Les données Sacem sur les festivals de musique actuelles
© Sacem

Die große Zahl der Veranstaltungsorte für darstellende Kunst in Frankreich ist ein wichtiger Faktor für die Dynamik des Sektors in Sachen Besucherzahlen. So haben die 5 Nationaltheater (Comédie Française, Théâtre la Colline, Odéon-Théâtre de l’Europe, Théâtre national de Chaillot und Théâtre National de Strasbourg) in der Saison 2014-2015 625 000 Zuschauer registriert, wogegen die 39 Centres Dramatiques und die 70 Scènes Publiques zusammen mehr als 3 Millionen Zuschauer verbucht haben. 

Zwischen Januar und Juli 2016 sind die Touristenzahlen in Frankreich um 7 % zurückgegangen, was negative Auswirkungen auf den Besuch aller Kulturstätten hatte, also der Museen, der Nationaldenkmäler und der Vorstellungen darstellender Kunst.

Um diese Situation anzugehen und eine Reflexion über den aktuellen Tourismus einzuleiten, wollte die Ministerin für Kultur und Kommunikation, Audrey Azoulay, die ersten Rencontres du Tourisme Culturel organisieren, die sich in den von der Regierung gestarteten Plan zur Förderung des Tourismus eingliedern.Wenn Sie Fragen zu dieser Initiative haben, können Sie uns über das Online-Formular kontaktieren.