Eine Ausstellung, ein Spaziergang, ein Museum, eine Entdeckungsreise in das mittelalterliche Paris

Veröffentlicht auf 13.03.2017
Paris ist nicht nur eine Messe, sondern auch eine Ausstellung, einen Spaziergang und einen Museumsbesuch wert. Wir laden Sie ein zu einem Spaziergang durch die gepflasterten Gassen von Paris, vom Quartier Latin bis zum Marais.
Quoi de neuf au Moyen-Age ? A la Cité des Sciences
© Ministère de la Culture et de la Communication
Affiche de l'exposition "Quoi de neuf au Moyen-Age ?" à la Cité des Sciences

Eine Ausstellung: „Quoi de neuf au Moyen Âge?“

In der Cité des Sciences et de l'Industrie, bis zum 6. August
Die Ausstellung „Quoi de neuf au Moyen Âge?“ (Was gibt‘s Neues im Mittelalter?) ist das Resultat einer Zusammenarbeit der Cité des Sciences de l’Industrie mit dem Institut National de Recherches Archéologiques Préventives (INRAP) und präsentiert ein neuartiges Porträt dieser sehr erfindungsreichen Epoche, die sich über mehr als 1000 Jahre erstreckte (500-1500). Belagerte Burgen, Ritter, die in Not geraten Burgfräulein retten, die Pest und Hungersnöte – das sind die Klischees über das Mittelalter, die nur schwer auszurotten sind. Die Archäologen präsentieren ein sehr viel komplexeres Bild dieser Zeit. Wussten Sie, dass die Vorstädte aus dem Mittelalter stammen? Zwischen dem 12. und dem 16. Jahrhundert entstanden und entwickelten sich Zusammenschlüsse kleiner Ortschaften. Rathäuser, Glockentürme und Universitäten wurden gebaut und verliehen den Städten das Aussehen, das wir heute kennen. Sie können sich auf eine spannende Geschichtsstunde freuen!

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Ein Spaziergang: Auf den Spuren des mittelalterlichen Paris

Das mittelalterliche Paris muss man zu Fuß entdecken. Als das Mittelalter im Jahr 1492 zu Ende ging, hatte Paris nicht die gleiche Größe wie heute. „Das damalige Paris war sehr viel kleiner als das heutige und konnte zu Fuß abgeschritten werden“, bestätigt Sophie Astic-Heisserer, die Autorin eines bei den Editions Ulisse verlegten Paris-Reiseführers. Im 14. Jahrhundert war Paris mit 200 000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt der westlichen Welt. Treffpunkt für die Stadtführung ist die Rue François-Miron im 4. Arrondissement, in der Verlängerung der Rue Saint-Antoine. An den Hausnummern 11 und 13 stehen zwei alte Häuser. Die Schilder („Zum Mäher“ und „Zum Schaf“) der Fachwerkhäuser haben den Charme vergangener Zeiten. Die Häuser wurden 1967 restauriert. Von dort aus lassen wir uns von der Historikerin führen, auf den Spuren des mittelalterlichen Paris.

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Ein Museum: Cluny, das Nationalmuseum über das Mittelalter

Im Musée Cluny, dem Museum über die Kunst des Mittelalters, kann man den Wandteppich Die Dame mit dem Einhorn und eindrucksvolle Skulpturen sehen, die von prestigereichen Bauwerken des Mittelalters wie von der Kathedrale Notre-Dame oder der Sainte-Chapelle stammen. Hinzu kommen Schätze der Goldschmiedekunst wie die Goldene Rose und der Altar des Basler Münsters oder die größte Kirchenglassammlung eines französischen Museums. Das Museum gibt einen Einblick in verschiedene, teils unerwartete Aspekte der Kunst, Geschichte, Musik, Dichtkunst und Kultur des Mittelalters. Kennen Sie das Netzwerk der Museen für mittelalterliche Kunst? Es präsentiert die Welt des Mittelalters in ihrer europäischen Dimension.

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