Centre Pompidou: David Hockney, der Hedonist

Veröffentlicht auf 20.06.2017
Tauchen Sie ein in die bunte Bilderwelt von David Hockney! Das Pariser Centre Pompidou organisiert eine Retrospektive des 80-jährigen britischen Künstlers, in der rund 200 seiner Werke zu sehen sind, von seinen ersten Gemälden, die sich durch einen schonungslosen Realismus charakterisieren, bis zu seinen jüngsten iPad-Werken. Bis zum 23. Oktober.
© David Hockney
Portrait d’un artiste (Piscine avec deux personnages), 1972
Photo : Art Gallery of New South Wales / Jenni Carter

„Der optische Aspekt der Fotografie hat Hockney immer fasziniert“, erklärt Didier Ottinger, Ausstellungskommissar der zweiten großen Retrospektive, die das Centre Pompidou dem Maler, Zeichner und Fotografen widmet. David Hockney gilt als einer der einflussreichsten britischen Künstler des 20. Jahrhunderts. In einer Schaffensspanne von mehr als sechzig Jahren hat er Porträts und Landschaften geschaffen, die die Malerei mit der Fotografie verschmelzen.

Hockney hatte von klein auf das Bild eines hedonistischen und sexuell toleranten Kaliforniens. Er reiste zum ersten Mal 1964 nach Los Angeles. Um die Klarheit und die Intensität des Lichts in Kalifornien wiederzugeben, malte er mit Acrylfarben. Seine hyperrealistischen, emblematischen „Splash“-Bilder, durch die er weltberühmt wurde, zeigen Wasserspritzer auf der makellos glatten Fläche eines Swimmingpools, hinter einem Sprungbrett. Anfang der 80er Jahre schuf er Fotocollagen, die sich mit der Bewegung beschäftigten.

Der Künstler hat sein Leben lang die Beziehung zwischen Fotografie und Malerei hinterfragt, und er hat immer innoviert, unter anderem mit neuen Technologien, sobald sie verfügbar waren. Hockney interessierte sich für grafische Paletten am Computer und am Handy. So produzierte er Hunderte verblüffende iPad-Bilder, die zeigen, wie gut er dieses neue Instrument beherrschte und für seine plastischen Recherchen nutzte.

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